• Roman Dudler
  • 20. Oktober 2023

Erasmusprojekt "Einzigartig anders – zusammen vielfältig stark"

Im Rahmen des  ERASMUS Projekts „Einzigartig anders – zusammen vielfältig stark“ plant die zweite Stufe der OSV zwei Benefiz-Konzerte, eines in Frankreich und eines Liechtenstein, sowie zwei Projektwochen mit zwei Lerngruppen in den beiden Ländern.

Diese Idee bietet eine einzigartige Möglichkeit, nicht nur Spenden für einen guten Zweck, in unserem Fall die Finanzierung einer Photovoltaikanlage zu sammeln, sondern auch durch das gemeinsame Musizieren, Freundschaften zu knüpfen, ein fremdes Land, eine fremde Kultur, kennenzulernen und die Jugendlichen für nachhaltiges Handeln zu sensibilisieren.

Ziel des Projekts ist es, nicht nur durch die Benefiz-Konzerte Spenden zu sammeln, sondern auch durch die gemeinsamen Projektwochen und Konzerte, sowie den vorherigen Kontakt über digitale Kanäle den Zusammenhalt und das Verständnis zwischen den TeilnehmerInnen zu stärken.

Vorbereitendes Treffen (prepatoral visit)

In der zweiten Woche der unterrichtfreien Zeit im Herbst 2023 besuchten die beiden Klassenlehrer, Dominik Heeb und Roman Dudler, sowie der Musiklehrer Achill Kind unsere Partnerschule in Millas Südfrankreich.

Die Zeit in Südfrankreich nutzen wir um die Rahmenbedingungen des Projekts festzulegen und das französische Partner Team nach vorerst mehreren Online-Meetings auch persönlich kennenzulernen. In verschiedenen Sitzungen konnten wir Details und Abläufe besprechen. Unter anderem haben die beiden Musiklehrpersonen Lieder, welche zum Projekt-Thema passen ausgewählt und ein Konzert-Programm zusammen gestellt. Wir fanden auch Zeit verschieden Unterrichtssequenzen unserer französischen KollegInnen zu besuchen. Wir wurden mit einer umwerfend warmen Gastfreundschaft empfangen und fanden auch Zeit für kulturelle Weiterbildung.

Der Höhepunkt unseres Aufenthalts war die Besichtigung des „Konzertsaals“. Wir waren überwältigt, als uns eine wunderschöne Tropfsteinhöhle als Veranstaltungsort“ präsentiert wurde.

„Green Erasmus“

Unter „Green Travel“ sind Reisen zu verstehen, bei dem für den überwiegenden Teil der Reise emissionsarme Verkehrsmittel wie Bus, Bahn oder Fahrgemeinschaften genutzt werden

Wir haben uns entschieden mit Zug und Bus zu reisen. Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstes, möglichst klimneutrales Reisen ist uns sehr wichtig. Die Sensibilisierung von den Jugendlichen für Umweltfragen und nachhaltige Mobilität ist uns sehr wichtig und kann zu einem bewussteren Umgang mit Reiseentscheidungen führen.

Obwohl dies grösseren Zeitaufwand für die An- und Rückreise bedeutet, möchten wir mit einem guten Beispiel vorangehen und unsere Reisen, das vorbereitende Treffen und auch den SchülerInnen-Austausch, mit emissionsarmen Verkehrsmitteln bestreiten.

Elterninformationsabend zum ERASMUS Projekt

Am Montag, den 31.10.2023 fand der Informationsabend zu unserem ERASMUS Projekt statt. Im Rahmen eines Elternabends wurden interessierte Eltern und SchülerInnen über die geplanten Aktionen des SchülerInnen-Austausches informiert. Der Abend wurde von unserem Schuleiter Wolfgang Mittempergher eröffnet. Anschliessend führten die Klassenlehrpersonen der zweiten Stufe durch den Abend, an dem die Projektpartner, die Partnerschule und der Schulstandort vorgestellt wurde. Wir sind auch auf die Vorteile und Lernmöglichkeiten für SchülerInnen und Lehrpersonen während der Teilnahme an einem ERASMUS Projekt eingegangen.

Wir möchten uns für das zahlreiche Erscheinen bei Eltern und Jugendlichen bedanken.

Workshop über Menschenrechte

In einem Workshop, eine Kooperation des aha mit dem Verein für Menschenrechte und Amnesty International Liechtenstein, wurde den Lernenden Fragen zu den Menschenrechten beantwortet.

Unser ERASMUS Projekt und die Menschenrechte sind eng miteinander verknüpft und drücken gemeinsame Werte aus. Schon der Titel unseres ERASMUS Projekts "Einzigartig anders – zusammen vielfältig stark" unterstreicht, dass die Vielfalt der Menschen in ihren individuellen Merkmalen und kulturellen Hintergründen geschätzt werden sollte, aber gleichzeitig betont es, dass alle Menschen denselben Anspruch auf Respekt, Gerechtigkeit und Schutz vor Diskriminierung haben.

Link zum Workshop: https://www.aha.li/workshop-menschenrechte

 

Workshop im Domus Schaan „Diskriminierung! Aus! Schluss!“

Passend zum Titel unseres ERASMUS-Projekts besuchten beide Klassen der zweiten Stufe die Ausstellung „Diskriminierung! Aus! Schluss!“ im Domus in Schaan. In einem kurzweiligen Workshop brächte man uns erlebbar, sensibilisierend, aber ohne mahnenden Zeigefinger, das Thema «Diskriminierung» näher. Die Ausstellung gibt allen die Möglichkeit mitten drin zu sein, zu erfahren, was Diskriminierung bedeuten kann, wie sie klingt und wie sie sich anfühlt.

Uraufführung unseres Change Songs am Tag der Kinderrechte im SAL

Am Tag der Kinderrechte, der im SAL in Schaan gefeiert wurde, standen junge Menschen und der Klimaschutz im Mittelpunkt. Denn wie die Ombudsfrau sagt: «Nachhaltige Entwicklung beginnt mit Kindern». Die zweite Stufe der Oberschule Vaduz nahm geschlossen an der Veranstaltung teil und wir sangen unseren Change Songs zum ersten Mal vor Publikum.

Im Rahmen unseres ERASMUS Projekt beschäftigen wir uns auch mit nachhaltiger Entwicklung. Dieser Abend war eine erste Chance für die Jugendlichen Bühnenerfahrung zu sammeln.


Austausch durch digitale Pinnwände und animierte Weihnachtsgrüsse

Schon Ende Oktober haben unsere SchülerInnen Steckbriefe über sich selbst erstellt. Einzelne SchülerInnen aus Frankreich haben auf unsere Posts reagiert.

Ausserdem haben wir ein Padlet mit digitalen Weihnachtsgrüssen für die SchülerInnen und Lehrpersonen in Frankreich erstellt. Dazu mussten unsere Lernenden die Plattform Adobe Express kennenlernen. Mit dieser haben sie kleine animierte Videos und Weihnachtsbilder generiert.

Dieser Austausch ermöglicht es den Jugendlichen ihre Medienkompetenz zu trainieren und neue digitale Werkzeuge kennen zu lernen. Sie verwenden ihr Schulenglisch, weil die Kommunikation mit Frankreich vor allem in Englisch stattfindet, und erweitern so ihre Sprachkompetenz.


Workshop «Der 1. Eindruck zählt»

Die zweite Stufe der OSV besuchte diesen Workshop, um unsere Auftrittskompetenz zu stärken. Mit verschiedene theaterpädagogische Übungen und Sprechtrainings wurde Körperwahrnehmung und Auftrittskompetenz gestärkt. Viele Aktivitäten unterstützten die Gruppendynamik positiv. Das Improvisieren und Theaterspielen fördert soziale Kompetenzen und Phantasie, stärkt das Selbstvertrauen der Jugendlichen und schult die Wahrnehmungs- und Beobachtungsfähigkeit.        

Der erste Eindruck, unsere Körpersprache, ist nicht nur wichtig bei Bewerbungsgesprächen und Vorträgen, sondern auch bei Auftritten auf der Bühne. Der spannende vierstündige Workshop war ein gute Vorbereitung auf die kommenden Auftritte im Rahmen unseres ERASMUS Projekts.

Kochvideos für unsere Partnerschule

Im Rahmen des Englisch-Unterrichts haben die SchülerInnen der zweiten Stufe Kochvideos erstellt. Wir haben diese mit unseren französischen Partnern geteilt und hoffen, dass diese von den Rezepten inspiriert werden.


Verkehrsschilder der Gerechtigkeit

Eine Kunstinstallation mit gesellschaftlicher Bedeutung

In einem inspirierenden Workshop besuchten wir die Ausstellung “Schilder der Gerechtigkeit” in Vaduz. Die Verkehrsschilder vor dem Regierungsgebäude auf dem Peter-Kaiser-Platz sind nicht nur Symbole des Straßenverkehrs, sondern auch kraftvolle Botschaften. Jedes Schild trägt eine einzigartige Botschaft, die auf soziale Themen wie Gleichberechtigung, Umweltschutz, Frieden und Respekt hinweist.

Die zweite Stufe hat sich für das Schild Respekt entschieden. Wir möchten dieses in unserer Schule aufstellen.

Weltpremiere des Liedes „Menschenrechte“

Abschluss-Veranstaltung „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“




Inklusion und Vielfalt: Umgang mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen

Im Rahmen unseres ERASMUS-Projekts haben wir uns intensiv mit dem Umgang von Menschen mit besonderen Bedürfnissen beschäftigt. Dabei haben wir verschiedene Aktivitäten mit unseren Schülern durchgeführt, um ihre Sensibilität und Kompetenzen im Umgang mit Vielfalt zu fördern.

Im Sportunterricht  konnten unsere SchülerInnen erleben, wie es ist, Sportarten mit einem Handicap zu betreiben . Dies ermöglichte unseren Schülern, Empathie zu entwickeln und die Herausforderungen zu verstehen, mit denen Menschen mit körperlichen Einschränkungen konfrontiert sind. Gleichzeitig stärkten sie ihre sozialen Kompetenzen, indem sie sich gegenseitig unterstützten und motivierten.

In unserem Lernatelier setzten wir uns mit verschiedenen körperlichen und geistigen Behinderungen auseinander. Wir erforschten die Ursachen, Symptome und individuellen Bedürfnisse dieser Menschen. Unsere Schüler lernten, wie wichtig es ist, Vorurteile abzubauen und Menschen mit Behinderungen mit Respekt und Verständnis zu begegnen. Diese Aktivität förderte ihre interkulturellen Kompetenzen und ihre Fähigkeit zur Empathie.

Am Mittwoch, den 22. Mai, feierte wir den Internationalen Vorlesetag mit einem besonderen Ausflug zum Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) in Schaan. Dieser Tag stand ganz im Zeichen der Literatur und des menschlichen Miteinanders. Wir wurden in verschiedenen Stufen von den Kindern und Betreuern des HPZ herzlich empfangen. In einer Atmosphäre von gegenseitigem Respekt und Interesse hatten die Lernenden der OSV die Gelegenheit, den Kindern des HPZ vorzulesen. Aber auch die Rollen wurden getauscht, und die Kinder des HPZ lasen den Besuchern ihre Lieblingsgeschichten vor. Diese Wechselwirkung machte den Tag besonders bereichernd und lehrreich.

Die Begegnung diente nicht nur dem Austausch von Geschichten, sondern auch dem Abbau von Berührungsängsten und dem Aufbau sozialer Kompetenzen. Im Vordergrund stand das "Menschsein" – ein Kernwert, der durch die direkte Interaktion intensiv erlebt wurde.

Während der Pausen nutzten die Lernenden beider Schulen die Gelegenheit, gemeinsam auf dem Pausenhof zu spielen. Dies förderte nicht nur den Spass, sondern auch das gegenseitige Verständnis und die Freundschaft zwischen den Kindern.

Der persönliche Kontakt mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen war eine wertvolle Erfahrung für unsere Lernenden. Es hat nicht nur ihre sozialen Fähigkeiten gestärkt, sondern auch eine solide Grundlage für unseren bevorstehenden gemeinsamen Auftritt mit der „All Inclusive Superband“ geschaffen.

Wir sind dankbar für diese wunderbare Erfahrung und freuen uns auf weitere solche bereichernde Begegnungen, die das Verständnis und die Akzeptanz in unserer Gemeinschaft fördern.


Probe mit der „All Inclusive Superband“

Unsere SchülerInnen sind top motiviert, so dass sie sogar am Samstag in die Schule kommen. Die Jugendlichen zeigten grossen Einsatz in der Probe mit der „All Inclusive Superband“. Wir übten die Lieder, welche wir beim Konzert im SAL, sowie an den Theatertagen des Jungen Theaters, performen werden.

Danke, dass ihr so zahlreich zur Probe erschienen seid. Wir sind stolz auf euch.

Kategorie/n :
OSV, Projekte